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Veranstaltung 14.01.2008 - Rückblick
Weldebräu: „Lust, Laune und Liebe - Kultmarketing ermöglicht Wachstum gegen den Markttrend“
 

Zu seiner ersten Veranstaltung im neuen Kalenderjahr konnte der Marketing-Club Südhessen am 14. Januar 2008 rund 60 Mitglieder und Gäste begrüßen. In den außergewöhnlichen Räumlichkeiten des Gastgebers Maruhn Getränkemarkt in Darmstadt, der laut Guiness-Buch der weltweit größte Bier- und Mineralwasser-Markt ist, referierte Dr. Hans Spielmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Weldebräu GmbH aus Schwetzingen, zum Thema „Wachsen gegen den Markttrend: Eine mittelständische Brauerei behauptet sich durch Kultmarketing“.

Nach einer Begrüßung der neuen Club-Mitglieder sowie der Präsentation des Club-Programms für das erste Halbjahr 2008 durch den Geschäftsführer des MC Südhessen, Dirk Gerasch, präsentierte der von der Tageszeitung „Die Welt“ als einer der kreativsten Bierbrauer Deutschlands geadelte Dr. Spielmann die Wege seiner Brauerei, auch in einem gesättigten Markt noch gegen den Markttrend wachsen zu können.

Bierkonsum pro Kopf geht stetig zurück
Dabei weist gerade der Biermarkt in Deutschland eine Vielzahl an Schwierigkeiten auf. So geht der Pro-Kopf-Verbrauch in der Bundesrepublik seit Jahren stetig zurück, Billiganbieter dominieren insbesondere die Discount-Märkte, die Werbe-Spendings der Großbrauereien erzeugen einen enormen Werbedruck und insbesondere die jüngeren Zielgruppen wenden sich vermehrt vom Gerstensaft in seiner reinen Form ab.

Unter diesen Rahmenbedingungen entschloss sich die traditionelle Privatbrauerei daher vor gut zehn Jahren für Kultmarketing als Instrument im hart umkämpften Biermarkt. Abseits der ausgetretenen Pfade klassischer Marketingstrategien konnte sich Welde damit in den vergangenen Jahren seinen Platz im Glas der Konsumenten sichern. Ähnlich wie bei anderen Kultmarken – wie VW Käfer, Jägermeister oder Harley Davidson – wurden auch bei Welde die Merkmale von Kultmarken auf die Brauerei und deren Produkte übertragen.

Kult: Geschwungene Flaschen und Gläser
An erster Stelle ist hierbei sicherlich die Differenzierung zu nennen, die bei Welde durch die geschwungene Form von Flaschen und Gläsern im wahrsten Sinne des Wortes greifbar wird. Davon nicht unberührt blieb auch das Markenlogo, das die einzigartige Flaschenform inzwischen widerspiegelt

Auch Limitierung von eigens gefertigten „Kunstflaschen“ sowie die Möglichkeit der persönlichen Individualisierung von Flaschen-Labels, die Welde über die firmeneigene Homepage anbietet, trugen zum Wachstum der Marke bei. Durch individuelle Kronkorken, die im deutschen Biermarkt ihresgleichen suchen, schafften die Schwetzinger zudem die Möglichkeit einer zusätzlichen Ritualisierung des Bierkonsums. Die eigene Lebensplanung durch die Befragung eines Orakels bekommt bei Welde so seine ganz spezielle Bedeutung. Eigene Events wie das jährlich ausgerichtete WeldeFest sowie die Unterstützung der lokalen Künstlerszene durch die regelmäßige Auslobung des WeldeKunstpreis runden das Paket an Maßnahmen dabei ab.
So schaffte es die Brauerei mit ihren 250 Jahre alten Wurzeln in den letzten Jahren, ihr Credo der Lust und Laune am Bierbrauen den Kunden eindrucksvoll zu übermitteln.

Als verdienter Lohn dieser Mühen kann sich das Team um Dr. Hans Spielmann nun damit rühmen, das beliebteste Bier der Region zu brauen und dadurch den eigenen Bierabsatz in einem rückläufigen Markt stetig zu steigern.